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Prot. Kirchengemeinde Rhodt unter Rietburg
mit den Orten Rhodt  Edesheim  Hainfeld Weyher 
Wird neu
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AA
Kirchen
Wie alles begann… der Krankenpflegeverein Rhodt
Auch die etwas Älteren werden mit dem Namen Margarethe Wermann nicht sofort den Krankenpflegeverein in Verbindung bringen. Aber selbst die Jüngeren werden beim Namen „Schweschder Gredsche“  wissen, wer gemeint ist. Es war unsere Diakonissenschwester, die sich um so viele Hilfsbedürftige  in der Gemeinde gekümmert hat. Sie war Hebamme, Ärztin, Seelsorgerin, Psychologin, Kranken/Alten-pflegerin und Hospizkraft in einer Person, kurzum - die gute Seele der Gemeinde. Sie war rund um die Uhr, 7 Tage in der Woche, für alle da, oft auch nur für ein „Danke“. Nach Ihrer altersbedingten Rückkehr ins Mutterhaus Speyer musste die Pflege von Angehörigen und Nachbarn geleistet werden, welche von Schwester Gretchen viel gelernt hatten. Mit der Zeit wurde dies aber auf Grund gesellschaftlicher Veränderungen immer schwieriger.   Diese Zeiten sind leider (für die Patienten) und zum Glück (für das Pflegepersonal) vorüber. Nachdem Mitte der 70er Jahre mit Unterstützung der Kirchen von der Politik die ökumenischen Sozialstationen auf den Weg gebracht wurden, war die Zeit gekommen, auch in Rhodt aktiv zu werden. Am 22.7.1977 wurde von unserem damaligen Pfarrer Rudolf Weiß und 74 weiteren „Rhodtern/innen“ in der Pfarrscheuer der Ev. Krankenpflegeverein Rhodt gegründet. Wie wichtig dies war, sieht man auch daran, dass 13 Personen schon vor der Gründung ihren Beitritt erklärten und weitere 25  kurz danach. Am Ende des Gründungsjahres hatte der Verein bereits 126 Mitglieder! Immerhin 18 des Gründungsjahrgangs sind noch unter uns. Schnell hatte sich herumgesprochen, dass wieder „professionelle Hilfe“ im Ort ist. Da man sah, wie hilfreich die Sozialstationen waren, konnten wir über die Jahre viele weitere Mitglieder gewinnen. Aber wie alle Vereine, hat auch der Krankenpflegeverein Rhodt sehr viele hochbetagte Mitglieder. Erfreulicherweise konnten wir in den letzten Jahren auch einige jüngere Neumitglieder gewinnen. Auch wenn es keine „Gretsche“ mehr waren bzw. sein konnten, so sind doch stellvertretend für alle Mitarbeiter/innen der ökumenischen Sozialstation Herxheim/Edenkoben/Offenbach die Namen Renate Lavo, Schwester Gumberta, Cordula Lampert bei vielen in der Gemeinde dankbar in Erinnerung. Die Krankenpflegevereine betreuen und werben Mitglieder, die Leistungen werden ausschließlich von der Sozialstation erbracht und abgerechnet. Die Sozialstationen werden von der prot. und kath. Landeskirche, den Krankenpflegevereinen und den Kirchengemeinden getragen. Sie stehen aber allen Personen, unabhängig davon, welcher Konfession sie angehörten, zur Verfügung. Leider wird die Pflege von Alten und Kranken heutzutage oft auf „Minuten Zeitaufwand“ reduziert. Hier setzt die Arbeit der Krankenpflegevereine ein. Wenn Leistungen nicht von Kranken oder Pflegekassen übernommen werden, so erhalten Mitglieder auf den von Ihnen zu zahlenden Anteil Rabatte. So können wir möglichst vielen in der Gemeinde die benötigte Hilfe zukommen lassen. Ebenso unterstützen wir die Hospizarbeit, die leider nicht so gefördert wird, wie dies notwendig sein müsste. Alle Beschäftigten sind ausgebildete Pflegekräfte, werden regelmäßig geschult und fortgebildet, und nach Tarif bezahlt. Zumindest in diesem Punkt ist es besser als zur „Gretchenzeit“. Die Mitgliedschaft ersetzt aber nicht eine private Pflegeversicherung und hat nicht deren Charakter. Dies könnte auch von unserem Jahresbeitrag von 22 € gar nicht bewältigt werden. Im Durchschnitt werden alleine in Rhodt 15 - 20 Patienten von der Sozialstation versorgt. Hinzu kommen noch die Patienten, die im Familienkreis oder von privaten Pflegediensten betreut werden. Zurück
Unabhängig, ob Sie Mitglied sind oder nicht: wenn Sie  Informationen oder Hilfe zum Thema Pflege benötigen,  können Sie sich jederzeit an uns (Tel.: 5310) oder direkt an die Sozialstation Herxheim wenden (Tel.:07276 /  9890 - 0 bzw. Mail:  Info @sozialstation-aht.de. Nur dann  können wir helfen. Falls auch Sie unsere Arbeit  unterstützen möchten, würden wir uns über Ihren Beitritt  freuen.
Gunter Steigelmann